

An allen Wochentagen -ausser freitags- findet nach Beendigung des OP Programm eine Prämedikationssprechstunde statt. Sie ist eingerichtet für alle Patienten, die sich in unserer Tagesklinik einer ambulanten Operation unterziehen, speziell für Patienten mit Vorerkrankungen wie z.B. Hypertonie, Diabetes mellitus, Epilepsie etc. sowie Patienten mit Dauermedikation. Hierbei sollen Veränderungen und Erkrankungen erkannt werden, die eventuell Einfluss auf den Anästhesieverlauf und die postoperative Phase haben könnten. Sie erhalten dabei Information und Aufklärung über den Narkoseablauf sowie über Ihr individuelles Narkoserisiko.
Neben der Anästhesiesprechstunde führen wir auch telefonische Prämedikations-gespräche durch.
Der Begriff "Anästhesie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Empfindungslosigkeit.
Diese kann sich auf kleinere oder größere Bereiche des Körpers erstrecken und wird dann entweder als Regionalanästhesie oder Teilnarkose bezeichnet.
Bei einer Vollnarkose - auch Allgemeinanästhesie genannt - wird der Patient in einen medikamentös herbeigeführten schlafähnlichen Zustand versetzt.
Bewusstsein, Schmerzempfindung und Abwehrreflexe wie Schlucken und Husten werden ausgeschaltet und die Muskelspannung im gesamten Körper herabgesetzt.
Welche Form der Anästhesie zum Einsatz kommt, hängt vor allem von der Art des Eingriffs ab und wird in enger Zusammenarbeit von Operateur und Narkosearzt unter Berücksichtigung der Wünsche des Patienten entschieden.
In unserer Tagesklinik werden Eingriffe vorwiegend in Vollnarkose durchgeführt. Zur Vorbereitung messen wir Ihren Blutdruck, überwachen mittels EKG die Herzaktion und kontrollieren kontinuierlich über einen Fingerclip den Sauerstoffgehalt Ihres Blutes.
Danach wird in eine Arm- oder Handrückenvene eine dünne Kanüle gelegt, in welche die Medikamente zur Narkoseeinleitung gespritzt werden. In der Regel wird dazu eine Kombination verschiedener Narkosemittel verwendet, die innerhalb weniger Sekunden ein angenehmes Einschlafen bewirken.
Entsprechend der Art und Dauer des Eingriffs wird die Narkose von Ihrer Anästhesistin weiter aufrechterhalten, indem Ihnen entweder gasförmige Narkosemittel, intravenöse Medikamente oder eine Kombination von beidem zugeführt werden.
Zur Sicherung und Freihaltung Ihrer Atemwege atmen Sie entweder selbst durch eine Beatmungsmaske im Rachen (Larynxmaske) oder die Narkosegase werden Ihnen über einen Trachealtubus zugeführt.
Lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung und Sauerstoffversorgung, Herz und Kreislauf werden durch Ihre Anästhesistin mit Hilfe moderner Gerätetechnik kontinuierlich überwacht und der Narkoseablauf so gesteuert, dass Sie am Ende des Eingriffs wieder wach und ansprechbar sind.
Alle heute gängigen Narkoseverfahren sind sehr sicher und Narkosezwischenfälle dank der wesentlich besseren Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen extrem selten.
Nach Beendigung Ihrer Operation bleiben Sie durchschnittlich noch ca. 1,5 bis 2,5 Stunden bis zur Wiederherstellung Ihres körperlichen Wohlbefindens im Aufwachraum. Dort werden Sie von unseren Schwestern fürsorglich überwacht und betreut. Auch Ihre Begleitperson darf zu Ihnen, wenn Sie dies wünschen. Sobald es Ihnen gut geht, erhalten Sie von uns ein warmes Getränk und leichte Nahrung.
Vor Ihrer Entlassung klären wir Sie ausführlich darüber auf, wie Sie sich in den Tagen nach Ihrer Operation verhalten sollen.
Sie erhalten die Handy-Nummern Ihres Operateurs und Ihrer Anästhesistin, so dass Sie uns bei dringenden Fragen auch außerhalb der Sprechzeiten erreichen können.